Wie Restaurants mehr Gewinn pro Bestellung behalten

21.03.2026 | Allgemeines

Viele Restaurants arbeiten hart daran, mehr Bestellungen zu bekommen. Doch mindestens genauso wichtig ist eine andere Frage: Wie viel bleibt am Ende pro Bestellung wirklich übrig?

Hoher Umsatz bedeutet nicht automatisch guten Gewinn. Gerade im Liefergeschäft können Gebühren, Rabatte und ineffiziente Abläufe dazu führen, dass pro Bestellung weniger übrig bleibt als erwartet.

Wer langfristig wirtschaftlich arbeiten möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Anzahl der Bestellungen schauen, sondern auch auf den Gewinn pro Bestellung.

Schon kleine Anpassungen können dabei einen spürbaren Unterschied machen.

Warum der Gewinn pro Bestellung oft unterschätzt wird

Im Alltag liegt der Fokus meist darauf, möglichst viele Bestellungen zu erhalten. Das ist verständlich, denn ein gut ausgelasteter Betrieb wirkt zunächst positiv.

Doch jede Bestellung verursacht Kosten:

Wareneinsatz, Personal, Verpackung, Energie, Miete und in vielen Fällen zusätzlich Provisionen für Lieferplattformen.

Wenn der Anteil der Gebühren zu hoch wird, steigt zwar der Umsatz, aber der tatsächliche Gewinn entwickelt sich deutlich langsamer.

Deshalb schauen viele Restaurants heute genauer darauf, wie profitabel einzelne Bestellungen wirklich sind.

Nicht jede Bestellung bringt denselben Beitrag zum Ergebnis.

Lieferplattformen reduzieren die Marge deutlich

Provisionen von Lieferplattformen liegen häufig zwischen 15 und 30 Prozent pro Bestellung.

Bei einem Bestellwert von 30 Euro können so schnell 6 bis 9 Euro an Gebühren entstehen.

Hinzu kommen oft weitere Kosten:

Rabattaktionen, Marketing-Beiträge oder Gebühren für bessere Platzierungen in der App.

Viele Restaurants gleichen diese Kosten durch höhere Preise auf Plattformen aus. Trotzdem bleibt der Gewinn pro Bestellung häufig niedriger als bei Direktbestellungen.

Plattformen können sinnvoll sein, um neue Kunden zu erreichen. Langfristig achten viele Betriebe jedoch darauf, den Anteil der Direktbestellungen zu erhöhen.

So verbessert sich die Marge ohne zusätzlichen Aufwand in der Küche.

Direktbestellungen erhöhen den Gewinn pro Bestellung

Wenn Bestellungen direkt beim Restaurant eingehen, entfallen in der Regel die Provisionskosten.

Der Unterschied wirkt auf den ersten Blick nicht groß, summiert sich aber über viele Bestellungen.

Ein Beispiel:

30 Bestellungen pro Tag
durchschnittlich 28 Euro Bestellwert
20 % Plattformprovision

Das ergibt rund 168 Euro pro Tag, die an die Plattform gehen.

Auf einen Monat gerechnet entsteht so ein erheblicher Betrag.

Viele Restaurants investieren deshalb Zeit in einen eigenen Bestellkanal, um diesen Anteil schrittweise zu reduzieren.

Eigene Preise lassen sich besser steuern

Auf Plattformen ist der Wettbewerb sehr sichtbar. Gäste vergleichen Preise direkt mit anderen Restaurants.

Dadurch entsteht oft Druck, Preise niedrig zu halten oder an Aktionen teilzunehmen.

Bei Direktbestellungen liegt die Preisgestaltung vollständig beim Restaurant.

Preisanpassungen können ruhiger umgesetzt werden, ohne sofort im direkten Vergleich zu stehen.

Das ermöglicht stabilere Kalkulationen und verhindert, dass Gerichte unter Wert verkauft werden.

Viele Betriebe achten inzwischen stärker darauf, dass ihre Preise die tatsächlichen Kosten widerspiegeln.

Höherer Warenkorb verbessert die Rentabilität

Der Gewinn pro Bestellung hängt auch stark vom Bestellwert ab.

Eine Lieferung mit mehreren Gerichten ist oft deutlich profitabler als viele kleine Einzelbestellungen.

Viele Restaurants versuchen deshalb, den durchschnittlichen Warenkorb leicht zu erhöhen.

Beispiele:

Beilagen sichtbar platzieren
Getränke direkt anbieten
Menüs klar strukturieren
beliebte Kombinationen hervorheben

Dabei geht es nicht darum, Gäste zu mehr Konsum zu drängen, sondern den Bestellprozess übersichtlicher zu gestalten.

Oft bestellen Gäste mehr, wenn Optionen klar dargestellt sind.

Klare Abläufe reduzieren unnötige Kosten

Unklare Bestellungen oder Missverständnisse führen zu Fehlern.

Ein falsch zubereitetes Gericht muss neu gekocht werden. Das kostet Zeit, Zutaten und Personal.

Je strukturierter Bestellungen eingehen, desto geringer ist die Fehlerquote.

Eine übersichtliche Darstellung der Bestellungen hilft der Küche, schneller zu arbeiten und weniger Rückfragen zu haben.

Auch kleine Verbesserungen im Ablauf können die Wirtschaftlichkeit positiv beeinflussen.

Weniger Fehler bedeuten weniger Verschwendung.

Stammkunden sind besonders wertvoll

Gäste, die regelmäßig bestellen, sorgen für planbarere Einnahmen.

Sie kennen das Angebot und bestellen oft schneller.

Dadurch entstehen weniger Rückfragen, weniger Preisvergleiche und stabilere Bestellmuster.

Viele Restaurants investieren bewusst in eine gute Beziehung zu ihren Stammkunden.

Dazu gehört:

gleichbleibende Qualität
zuverlässige Lieferzeiten
ein einfacher Bestellprozess

Direktbestellungen unterstützen diesen Effekt, weil der Kontakt nicht über eine Plattform läuft.

Der Gast bestellt direkt beim Restaurant, nicht über einen Vermittler.

Verpackung und Abläufe bewusst wählen

Auch kleinere Faktoren beeinflussen den Gewinn pro Bestellung.

Verpackungskosten sind in den letzten Jahren gestiegen. Gleichzeitig erwarten Gäste stabile und saubere Lösungen.

Viele Restaurants prüfen regelmäßig:

welche Verpackungen wirtschaftlich sind
welche Größen sinnvoll sind
ob Prozesse effizient organisiert sind

Schon kleine Anpassungen können langfristig Kosten reduzieren, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.

Ordera als strukturierter Bestellkanal

Ein strukturierter Bestellprozess kann helfen, Direktbestellungen übersichtlich zu organisieren.

Bestellungen werden automatisch erfasst und in der Küchenansicht dargestellt.

Das reduziert manuelle Übertragung und erleichtert den Überblick bei mehreren Bestellungen gleichzeitig.

Ordera unterstützt Restaurants dabei, einen eigenen Bestellkanal aufzubauen, ohne bestehende Abläufe stark zu verändern.

Die Online-Speisekarte lässt sich einfach pflegen und Bestellungen erscheinen direkt im System.

Viele Betriebe nutzen solche Lösungen ergänzend zu bestehenden Plattformen, um langfristig mehr Kontrolle über ihre Marge zu behalten.

Kleine Veränderungen haben große Wirkung

Mehr Gewinn pro Bestellung entsteht selten durch eine einzelne Maßnahme.

Oft sind es mehrere kleine Schritte:

ein Teil der Bestellungen läuft direkt
Preise werden realistisch kalkuliert
Abläufe werden klarer strukturiert
Fehler werden reduziert

Mit der Zeit verbessert sich dadurch die Wirtschaftlichkeit des gesamten Betriebs.

Restaurants, die ihre Prozesse regelmäßig überprüfen, schaffen eine stabilere Grundlage für die Zukunft.

Nicht jede Bestellung muss maximalen Gewinn bringen.

Wichtig ist, dass der Durchschnitt langfristig stimmt.

Wenn pro Bestellung etwas mehr übrig bleibt, wirkt sich das auf Dauer deutlich aus.

* Für mit * gekennzeichnete Links erhalten wir möglicherweise eine Provision vom Händler. Dein Kaufpreis wird hierdurch nicht beeinflusst.

Starte dein eigenes Bestellsystem

Behalte die Kontrolle über deine Online-Bestellungen und spare Plattform-Provisionen. Mit Ordera verwaltest du Speisekarte, Bestellungen und Küche in einem System.