Warum Restaurants unabhängiger von Lieferplattformen werden

21.03.2026 | Allgemeines

Lieferplattformen haben vielen Restaurants geholfen, online sichtbar zu werden und zusätzliche Bestellungen zu gewinnen. Gerade in den letzten Jahren sind sie für viele Betriebe ein fester Bestandteil des Alltags geworden.

Gleichzeitig wächst bei vielen Gastronomen der Wunsch, wieder mehr Kontrolle über den eigenen Betrieb zu haben. Nicht unbedingt, um Plattformen komplett zu ersetzen, sondern um sich breiter aufzustellen und langfristig unabhängiger zu werden.

Dabei geht es weniger um Technik, sondern um grundlegende Fragen:
Wer besitzt die Kundenbeziehung?
Wie entwickelt sich die eigene Marke?
Und wie stabil ist der Gewinn in den kommenden Jahren?

Die Kundenbeziehung gehört oft der Plattform

Wenn ein Gast über eine Lieferplattform bestellt, entsteht die Verbindung in erster Linie zur Plattform – nicht zum Restaurant.

Der Kunde öffnet die App, sucht nach einem Gericht und wählt aus einer Liste von Anbietern. Das Restaurant ist dabei eine Option unter vielen.

Oft erinnert sich der Gast später eher daran, über welche Plattform er bestellt hat, als an den Namen des Restaurants selbst.

Für den Betrieb bedeutet das: Der direkte Kontakt zum Gast bleibt begrenzt.

Kontaktdaten stehen meist nicht zur Verfügung, Kommunikation läuft über das System der Plattform, und auch Sonderaktionen oder Hinweise lassen sich nur eingeschränkt steuern.

Langfristig erschwert das den Aufbau einer stabilen Stammkundschaft.

Viele Restaurants stellen fest, dass sie zwar viele Bestellungen erhalten, aber kaum Einfluss darauf haben, ob der Gast erneut bei ihnen bestellt oder beim nächsten Mal ein anderes Restaurant ausprobiert.

Sichtbarkeit ist hilfreich – aber nicht planbar

Plattformen entscheiden über die Reihenfolge der angezeigten Restaurants.

Diese Platzierung basiert auf verschiedenen Faktoren:

  • Bewertungen
  • Lieferzeit
  • Preisniveau
  • Teilnahme an Aktionen
  • Werbebudget
  • interne Algorithmen

Für Restaurants ist oft schwer nachvollziehbar, warum sich die Sichtbarkeit verändert.

Manchmal sinkt die Anzahl der Bestellungen, obwohl sich am eigenen Angebot nichts geändert hat.

Das kann daran liegen, dass neue Wettbewerber hinzukommen oder andere Restaurants mehr in Werbung investieren.

Dadurch entsteht eine gewisse Unsicherheit bei der Planung.

Viele Betriebe möchten deshalb zusätzlich einen eigenen Bestellkanal aufbauen, der unabhängig von Ranking-Mechanismen funktioniert.

Markenaufbau braucht direkten Kontakt

Eine eigene Marke entsteht nicht über Nacht.

Sie entwickelt sich durch wiederkehrende positive Erfahrungen.

Wenn Gäste regelmäßig direkt beim Restaurant bestellen, entsteht eine stärkere Verbindung.

Der Name bleibt im Gedächtnis.
Die Qualität wird direkt mit dem Betrieb verknüpft.
Empfehlungen erfolgen persönlicher.

Diese Form der Wiedererkennung ist schwer aufzubauen, wenn jede Bestellung über eine externe Plattform läuft.

Der Gast nimmt das Restaurant dann eher als Teil der Plattform wahr, nicht als eigenständige Marke.

Direktbestellungen schaffen hier eine andere Ausgangslage.

Die Beziehung entsteht unmittelbarer, ohne Zwischenschritt.

Viele Restaurants legen deshalb zunehmend Wert darauf, ihre eigene Online-Präsenz zu stärken, etwa über eine eigene Website oder eine direkte Bestellmöglichkeit.

Langfristiger Gewinn wird besser planbar

Provisionen von Lieferplattformen sind bekannt, werden im Alltag aber oft unterschätzt.

Ein Anteil von 15 bis 30 Prozent pro Bestellung summiert sich im Laufe eines Monats zu einem spürbaren Betrag.

Solange der Umsatz steigt, fällt das weniger auf.

Doch langfristig stellt sich die Frage, wie stabil der Gewinn bleibt.

Direktbestellungen verändern diese Rechnung.

Wenn ein Teil der Bestellungen ohne Provision abgewickelt wird, bleibt pro Bestellung mehr übrig.

Das schafft finanziellen Spielraum, etwa für:

  • bessere Zutaten
  • stabilere Preise
  • Investitionen in den Betrieb
  • ruhigere Planung

Viele Restaurants verfolgen deshalb eine gemischte Strategie: Plattformen für Reichweite, Direktbestellungen für Stabilität.

So verteilt sich das Risiko besser.

Unabhängigkeit bedeutet nicht Verzicht

Unabhängiger zu werden bedeutet nicht, Lieferplattformen komplett aufzugeben.

Für viele Restaurants bleiben sie ein wichtiger Kanal, um neue Gäste zu erreichen.

Gerade bei Neueröffnungen oder in stark umkämpften Lagen ist die zusätzliche Sichtbarkeit hilfreich.

Der Unterschied liegt eher in der Gewichtung.

Wenn ein Betrieb ausschließlich auf Plattformen angewiesen ist, entsteht eine stärkere Abhängigkeit von deren Bedingungen.

Wenn zusätzlich ein eigener Bestellweg existiert, entsteht mehr Flexibilität.

Der Betrieb kann selbst entscheiden, wie stark einzelne Kanäle genutzt werden sollen.

Das sorgt für mehr Handlungsspielraum, besonders in Zeiten, in denen sich Gebühren oder Marktbedingungen verändern.

Stammkunden bestellen oft gerne direkt

Viele Gäste nutzen Lieferplattformen aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit.

Wenn sie jedoch wissen, dass eine Direktbestellung genauso einfach funktioniert, wechseln sie häufig von selbst.

Gerade bei Restaurants, bei denen regelmäßig bestellt wird, entsteht schnell eine Routine.

Der Gast speichert die Seite, nutzt einen QR-Code auf dem Flyer oder bestellt erneut über den gleichen Link.

Dieser Effekt entsteht nicht sofort, sondern über die Zeit.

Deshalb betrachten viele Restaurants Direktbestellungen als langfristige Entwicklung, nicht als kurzfristige Maßnahme.

Eigene Prozesse bleiben übersichtlich

Ein zusätzlicher Vorteil direkter Bestellungen liegt in der besseren Übersicht.

Wenn Bestellungen strukturiert erfasst werden, lassen sich Abläufe ruhiger organisieren.

Informationen müssen nicht mehrfach übertragen werden.

Die Küche sieht direkt, welche Bestellungen eingehen.

Das reduziert Rückfragen und vereinfacht die Abstimmung im Team.

Gerade in Stoßzeiten wirkt sich eine klare Struktur deutlich aus.

Viele Betriebe führen digitale Bestellungen nicht ein, um moderner zu wirken, sondern um den Arbeitsalltag stabiler zu gestalten.

Ordera als ergänzender Baustein

Ein eigenes Bestellsystem ist vor allem dann sinnvoll, wenn es sich einfach in bestehende Abläufe integrieren lässt.

Ordera wurde dafür entwickelt, Bestellungen direkt über eine Online-Speisekarte anzunehmen und übersichtlich in der Küchenansicht darzustellen.

Das System läuft auf normalen Tablets und benötigt keine aufwendige Einrichtung.

Viele Restaurants nutzen es parallel zu bestehenden Plattformen.

So entsteht ein zusätzlicher Bestellkanal, ohne den bisherigen Ablauf komplett zu verändern.

Der Betrieb behält dabei die Kontrolle über Preise, Öffnungszeiten und Darstellung der Speisekarte.

Schrittweise unabhängiger werden

Unabhängigkeit entsteht selten durch eine einzelne Entscheidung.

Sie entwickelt sich durch kleine Anpassungen im Alltag.

Ein zusätzlicher Bestelllink auf der Website, ein Hinweis auf der Verpackung oder ein QR-Code auf der Rechnung können bereits dazu beitragen, dass Gäste den direkten Weg kennenlernen.

Mit der Zeit verschiebt sich ein Teil der Bestellungen automatisch.

Der Betrieb gewinnt dadurch mehr Stabilität, ohne auf bestehende Kanäle verzichten zu müssen.

Viele Restaurants verfolgen genau diesen Weg, weil er realistisch und gut planbar ist.

Langfristig zählt die eigene Basis

Lieferplattformen bleiben ein wichtiger Bestandteil des Marktes.

Sie bieten Reichweite und erleichtern den Einstieg in den Lieferservice.

Gleichzeitig wächst bei vielen Betrieben der Wunsch, zusätzlich eine eigene Grundlage aufzubauen.

Eine direkte Kundenbeziehung, eine erkennbare Marke und ein stabiler Gewinn entwickeln sich über Zeit.

Restaurants, die früh beginnen, eigene Bestellkanäle aufzubauen, schaffen sich mehr Möglichkeiten für die Zukunft.

Nicht als Ersatz für Plattformen – sondern als Ergänzung, die langfristig Sicherheit gibt.

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